RECHT | i - Leicht gemacht
Informationsreihe des Rechtsanwaltes Stephan Lengnick zum Verbraucherrecht.

Thema: Widerruf Verbraucherdarlehen


Die Höchstdauer einer Festzinsbindung beträgt 10 Jahre. Die Frist wird bei einer Prolongation ab dem Zeitpunkt der Vereinbarung und nicht ab dem Auslaufen der alten Festzinsbindung bestimmt. In der Mehrzahl der Fälle werden Prolongationsvereinbarungen vor dem Zeitpunkt des Auslaufens der Festzinsbindung geschlossen. Die Banken gingen in der Vergangenheit davon aus, dass sich der neue 10

Zwischen der Commerzbank AG und der Commerz Finanz GmbH entwickelte sich eine für die Institute gedeihliche Zusammenarbeit. Die Commerzbank AG vermittelt häufig wegen eines geringfügigen Kreditbedarfs, z.B. anlässlich einer Überziehung des Dispositionskredites über einen sog. Darlehensvermittlungsvertrag Bestandskunden an die Commerz Finanz GmbH, die über eine gesicherte Bonität verfügen. Das Ziel ist es ein durch eine

Mit Entscheidung vom 03.04.2014 ging das Oberlandesgericht Dresden im Detail auf einen Fall eines verbundenen Geschäftes zwischen einem Darlehen der Helaba Dublin Landesbank Hessen-Thüringen und der Montranus Dritten Beteiligungs GmbH & Co. KG ein ( Montranus III ). Entscheidend war: Ein Teil der Einlage des Anlegers bei der Montranus wurde finanziert. Ausgangspunkt ist der Widerruf

Es ist zwischen der Prolongation einer auslaufenden Festzinsbindung und der Verlängerung einer unechten Abschnittsfinanzierung zu unterscheiden. Widerruf des Ausgangsvertrages Es ist zunächst zu prüfen, ob der Ausgangsvertrag eine unwirksame Widerrufsbelehrung enthält. Regelmäßig liegt in der Prolongation kein Umstandsmoment, welches die Annahme einer Verwirkung des Widerrufsrechts des Ausgangsvertrages erlaubte. Der Widerruf des Ausgangsvertrages führt bei einer erfolgten Prolongation

Konsumentendarlehen sind häufig ein Ärgernis. Gerade bei der Konstellation eines durch ein neues Darlehen abgelösten oder wiederholt erweiterten Darlehens – sog. Kettendarlehen – ist jedoch häufig der Darlehensvertrag wegen Unwirksamkeit der verwendeten Widerrufsbelehrungen auch für die nach 2010 ausgereichten Darlehen angreifbar; dies gilt sogar bei wörtlicher Verwendung der neuen sog. Musterbelehrung für Verbraucherdarlehensverträge. Eine Fehlerquelle

Es gibt eine Vielzahl von Konstellationen einer fehlerhaften und unwirksamen Belehrung zum Widerrufsrecht. Es kommt lediglich darauf an, ob die Möglichkeit besteht, dass der Verbraucher durch den Fehler der Widerrufsbelehrung von der Ausübung seines Widerrufsrechtes abgehalten wurde, weil er unzutreffend über sein Widerrufsrecht informiert wurde. Der Gesetzgeber schuf in der Anlage 2 zu § 14

Die wirtschaftliche Bedeutung des der möglichen Anhebung der Tilgungen nach dem Widerruf des Verbraucherdarlehens für den Verbraucher wird nachfolgend anhand eines realitätsnahen Beispiels vorgestellt: Ein typisches Darlehen über 100.000 €, aufgenommen am 01.02.2008 kann vor Ablauf der Festzinsbindung von 10 Jahren nicht zurück gezahlt werden, nicht einmal gegen Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung. Entsprechend der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit

Die besonderen Belehrungspflichten der Kreditgeber nach §§ 360, 495 BGB gelten für Darlehen, die von einem Unternehmer einem Verbraucher gewährt wurden. Der Verbraucher ist in § 13 BGB legal definiert. Jede natürliche Person ist je nach Zuordnung der Tätigkeit Verbraucher und kann Unternehmer sein, wenn sie als Unternehmer gehandelt hat. Im Zweifel liegt jedoch ein

Die meisten Darlehensverträge sehen einen ausdrücklichen befristeten Kündigungsausschluss oder gleichbedeutend eine Zinsfestschreibung vor. Vor Ablauf der Festzinsbindung ist das Darlehen nicht rückzahlbar. Regelmäßig werden Darlehen zur Finanzierung von Immobilien auf eine feste Laufzeit von 10 Jahren mit festem Zinssatz abgeschlossen. Diese Situation bindet den Darlehensnehmer an das Kreditinstitut und erschwert den Verkauf der Immobilie wegen

Nach dem gesetzlichen Mechanismus beginnt die Frist für den Widerruf nicht zu laufen, wenn über den Beginn der Widerrufsfrist nicht ausreichend belehrt wurde. Das Recht auf Widerruf unterliegt daher praktisch keiner Verjährung. Die früher im Verbraucherkreditgesetz geregelte Verfristung ist unter dem Einfluss des Europarechtes nach der seit Mai 2002 geltenden Rechtslage abgeschafft. Andauernd wenden die